Land Tirol: Versorgungssicherheit kritischer Funknetze

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Bei Naturkatastrophen sind eine schnelle Reaktion und Abstimmung zwischen Hilfskräften und behördlichen Einrichtungen kritisch. Aber wie stellt man diese Verbindung her, wenn der Strom und damit das öffentliche Telekommunikationsnetz ausfällt?

Im Land Tirol sichert im Katastrophenfall ein digitales Richtfunknetz die Anbindung der einzelnen Bezirke und Übertragung alarmierungsrelevanter Daten. So kann zwischen von Lawinen abgeschnittenen Tälern weiterhin kommuniziert und Hilfe koordiniert werden. Das Katastrophen-Richtfunknetz bildet das Rückgrat für die Netze des Warn- und Alarmierungssystems des Digitalfunks.

Bei der Planung des Netzes wurde deshalb besonders auf Stabilität, Ausfallssicherheit und Redundanz geachtet: Derzeit befinden sich 128 Strecken im Betrieb, die über eine Strecke von bis zu 50 km eine ausfallsichere Datenübertragung ermöglichen. Dabei wurde bewusst auf die Verwendung von Erdleitungen verzichtet, um etwaige Schäden durch Erdrutsche zu verhindern.

Bilder: SIQENS

Für die meist alpin gelegenen Standorte bietet sich eine Kombination aus Photovoltaik und Batterie zur unabhängigen Stromversorgung an. So gewährleistet eine volle Batterieladung einen Betrieb von mindestens 48 Stunden. Um eine wetterunabhängige und ganzjährige Energieversorgung kritischer Standorte sicherzustellen, sind allerdings oftmals weitere Maßnahmen nötig.

Am Umlenkpunkt am Messelingkogel wird deshalb auf knapp 2.700 m der SIQENS Ecoport 800 verwendet. Die Energie der Brennstoffzelle reicht aus, um neben den angeschlossenen Richtfunkantennen auch eine kleine elektrische Heizung zu betreiben. Diese kommt beim Enteisen der Anlage im Winter zum Einsatz. Der angeschlossene Tank mit 200 Liter Methanol liefert ausreichend Energie, um den Standort auch über mehrere Monate hinaus autark zu betreiben.

Sie möchten Ihre kritischen Standorte mit Brennstoffzellen ausrüsten? Wir beraten Sie gerne.

Über SIQENS

SIQENS, gegründet 2012 in München, entwickelt und produziert Methanol-Brennstoffzellen. Die Geräte zur Notstromversorgung kritischer Infrastruktur, sowie an Orten ohne feste Anbindung ans Stromnetz zum Einsatz.

Das SIQENS Brennstoffzellensystem, der Ecoport, wird mit flüssigem Methanol betrieben. Aus dem Methanol wird im Ecoport Wasserstoff gewonnen. Dieser reagiert mit Sauerstoff und erzeugt so elektrische Energie. Der Ecoport wird mit einer Batterie verbunden und lädt diese bei Bedarf automatisch nach.

Im Gegensatz zu Dieselgeneratoren sind Brennstoffzellen sparsam, haben kaum Wartungsbedarf und stoßen weder Feinstaub noch Stickoxide, sowie deutlich verringerte CO2-Emissionen aus. Methanol aus regenerativen Quellen ermöglicht einen klimaneutralen Betrieb.

Mehr über SIQENS Brennstoffzellen erfahren.

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